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Buchenhof-Wald – Eklat im Grünausschuss Altona


Auf der Sitzung des Bezirksausschusses für Grün, Naturschutz und Sport am 25.2.2009 haben die Mitglieder der Partei DIE LINKE und der SPD die Sitzung unter Protest verlassen.

In Iserbrook gibt es einen seltenen 200 Jahre alten naturbelassenen Buchenwald. Die umfangreiche Abholzung ist wegen eines Bauvorhabens geplant. In einem nichtöffentlichen Teil des Grün-Ausschusses sollte die Baumfällung beraten werden, obwohl bisher die rechtlichen Grundlagen noch nicht abschließend geklärt sind. Aus diesem Grund waren die beiden Parteien nicht bereit, die geplante Fällung von 110 alten Bäumen zu diskutieren.

Die Bürger-Initiative „Rettet den Buchenhof-Wald“ wollte eine Erklärung für den Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Bezirksamtsvertreter verweigerten sich einer Diskussion. Die LINKE- und SPD-FraktionsvertreterInnen verließen gemeinsam mit den ZuhörerInnen die Sitzung.

Inge Jahnke und Günter Pingel (DIE LINKE) erklärten: „Im Jahre 2008 wurden im Bezirk Altona 3233 Bäume gefällt. Es reicht! Keine Baumfällung im Buchenhof-Wald und Erhalt dieses einzigartigen naturnahen Laubwaldes“.

Altona, 26. Februar 2009



27.1.09 - Altonas schwarzgrüne Stadtteil“kultur“:

Schließung von Bücherhallen, Abholzung von Bäumen (Buchenhof) und Zerstörung gewachsener Ortskerne (Blankenese)

Von Robert Jarowoy, Bernhard Müller und Beate Reiss
Gegen den Willen der Bevölkerung in den betroffenen Stadtteilen, hat der Senat beschlossen, die Bücherhallen in Rissen und Iserbrook zu schließen. Ersatz soll  eine neue Bücherhalle am Blankeneser Bahnhof bieten, wo ausgerechnet beim Immobilieninvestor Pirelli (dem man den Bahnhof zuvor verkauft hat) Räume angemietet worden sind.
Die schwarzgrüne Landesregierung setzt damit eine unselige Politik fort, die schon 1996 von den damaligen SPD-Senat eingeleitet wurde: die Schließung von Bücherhallen vor allem in sozial benachteiligten Stadtteilen. So wurden zwischen 1996 und 2004 19 Bücherhallen zugemacht (sieben neue kamen durch Zusammenlegungen dazu) und 130 Stellen abgebaut. Der CDU-Senat zwang dann die Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhallen (HÖB) durch Kürzung ihres Etats im Doppelhaushalt 2005/2006 um 900.000 Euro zu weiteren Schließungen. Dem fielen u.a. die Bücherhallen in Dulsberg und Lurup zum Opfer.
Gegen die Schließung der Bücherhallen in Iserbrook und Rissen mobilisieren die Bürgervereine von Blankenese, Rissen und Sülldorf-Iserbrook mit Unterschriftensammlungen und Protestnoten an die Bezirksversammlung. In einem gemeinsamen Antrag haben sich SPD, FDP und DIE LINKE im November 2008 für die Sicherung aller HÖB-Standorte eingesetzt.
DIE LINKE.Altona fordert die Beendigung der Politik der Demontage der sozialen Infrastruktur (Bücherhallen, Schwimmbäder, Schulen etc.) in den Stadtteilen – vor allem in eh schon benachteiligten Quartieren. Der HÖB müssen aus dem Landeshaushalt ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt werden, um alle Bücherhallenstandorten erhalten und dort (wieder) neue eröffnen zu können, wo sie dringend benötigt werden, also z.B. in Lurup oder Dulsberg. Diese Investition wäre ein bescheidener Beitrag sowohl zur Bekämpfung der sozialen Spaltung der Stadt und des Bezirks wie auch durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise.
Wie weit sich die schwarz-grüne Koalition sowohl auf der Hamburger Landesebene als auch auf der Altonaer Bezirksebene von den Wünschen und Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger entfernt haben, zeigen auch zwei gegenwärtig mit viel Schwung unter Beteiligung großer Teile der Bevölkerung begonnene Bürgerbegehren in Iserbrook und in Blankenese. Ersteres richtet sich gegen die weitgehende Abholzung des Buchenhof-Waldes durch den mit der CDU eng verknüpften BVE (Bauverein der Elbgemeinden), letzteres gegen die ohnehin schon sehr weit fortgeschrittene Zerstörung des Blankeneser Ortkerns im Zuge der Umgestaltung des an Pirelli RE verkauften Blankeneser Bahnhofs und Bahnhofvorplatzes.
DIE LINKE.Altona unterstützt beide Bürgerbegehren und hofft, dass hiermit das Konzept der „wachsenden Stadt“ des CDU/GAL-Senats, das die Zerstörung von Natur und gewachsenen Stadtteilstrukturen zur Folge hat und billigend in Kauf nimmt, auch in Altona ein wenig zurückgedrängt werden kann.




Archiv 2008


15.8. - 24.8.08 Klimacamp/Antira-Camp in Hamburg-Lurup
17.8. - Das Klimacamp am Vorhornweg (Lurup) ist eröffnet. Einige hundert Teilnehmer haben bereits ihre Zelte aufgeschlagen und bereiten Aktionen vor. Besucher sind immer herzlich willkommen.

14.8./15.8.- Susanne David – Stadtteilgruppe Lurup Osdorf Iserbrook

Nach monatelangen Diskussionen mit dem Senat und der Androhung der Aktivisten quer durch Hamburg wild zu campen wurde den Klima- und Antira- Campern kurzfristig eine 3,5 ha große Wiese am Vorhornweg in Lurup zugewiesen. Zur Zeit sind etwa 30 Teilnehmer mit dem Aufbau ihrer Zelte beschäftigt. Die Offizielle Eröffnung des Camps wird am Samstag mit einer Auftaktdemo am Hauptbahnhof/Kirchenallee um 16.00 stattfinden. Wirklich zufrieden ist man mit dem Platz nicht: Zu klein und zu weit abgelegen sind die beiden Hauptkritikpunkte. Außerdem sei nun alles viel zu kurzfristig. Erwartet werden aber dennoch 2500 Teilnehmer aus ganz Europa. Organisiert werden, soll das Camp nach dem Vorbild der Protestlager gegen den G 8-Gipfel. Diskussionen, Workshops und diverse Protestaktionen stehen auf dem Programm. Die Initiative „Gegenstrom 08“ plant am 23.8. die Baustelle am Kohlekraftwerk Moorburg zu besetzen. Die Antirassismusaktivisten werden am Tag vorher zum Flughafen Fuhlsbüttel ziehen um gegen die gängige Abschiebepraxis zu protestieren. Im Vorfeld hatte die Stadteilgruppe Lurup/ Osdorf Iserbrook (Die Linke. Altona) eine Delegation des Camps zur Diskussion ins Stadtteilhaus Lurup eingeladen. Man einigte sich am Samstagabend zusammen mit Luruper Bürgern das Camp zu besuchen.

14.8.08 Weiter zur Pressemitteilung der Linksfraktion in der Bürgerschaft

Pressemitteilung Info-Veranstaltung am 14.8. Im Stadtteilhaus Lurup

16.8. Altonaer und Eimsbüttler Linke besuchten das Klima-Camp


Archiv 2007

Dienstag | 18. Dezember 2007

"Masterplan Volkspark"

Heute Morgen hat der Hamburger Senat einen Masterplan beschlossen, in dem der Altonaer Volkspark in Volkspark-Sportpark umbenannt werden soll. Dies verkündete der vom Senat geschickte Staatsrat den Vertretern des Haupt- und Grünausschusses der Altonaer Bezirksversammlung in einer öffentlichen Sitzung, die anschließend in eine nichtöffentliche Sitzung des Hauptausschusses mit dem Senatsvertreter überging. Der Masterplan selber wurde nur an die Mitglieder des Hauptausschusses übergeben, während die Öffentlichkeit mit einem bunten Flyer abgespeist wurde.
Hier finden Sie die komplette Presseerklärung zum Download

Freitag | 7. Dezember 2007

"Von Blutbuchen und Klimaschutz"

Geht es nach dem Willen des Altonaer Baudezerneten Dr. Gütter und Gartenbaumamtsleiter Werner Preuss, wird die „historische Sichtachse“ auf dem Platz der Republik zwischen Rathaus und Bahnhof wieder hergestellt. Zu diesem Zweck sollen die Blutbuchen und weitere alte Bäume im Park abgeholzt werden. Werner Preuss: „Die Bäume zerstören die Blickbeziehungen immer mehr; die Grünachse zwischen Bahnhof und Rathaus funktioniert nicht mehr, weil die Blutbuchen da stehen.“
Hier finden Sie das Flugblatt zum Download