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Hey IKEA - muss das sein? Wir meinen: NEIN!

IKEA ist einer der größten Steuervermeider weltweit - muss das sein?

Wahrscheinlich ja, denn unser kapitalistisches System belohnt grundsätzlich jedes Unternehmen, das alle Möglichkeiten ausnutzt, um Steuern - und andere Kosten - zu sparen. Firmen, die zu ehrlich sind, haben wenig Chancen gegen Konkurrenten wie IKEA.

Hier geht es zum Text

 

IKEA - Regale, Kerzen, Lärm, Gestank

Die Bauarbeiten haben begonnen, und viele Menschen in Altona freuen sich auf  IKEA: Möbel, Kerzen, Schnickschnack kaufen und günstig essen. So wird es wohl  auch kommen, aber außerdem wird es eine Menge Unerfreuliches für unseren Stadtteil geben: IKEA hofft darauf, dass die meisten Kunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Einkaufen kommen. Das ist denkbar, aber wohl erst wenn die - von IKEA geschätzten - 5.000 - 10.000 Autofahrer pro Tag vergeblich nach einem der 730 Parkplätze gesucht haben und dann mit der Bahn wieder kommen - und dann auch noch ihre Möbel im Lasttaxi oder im Fahrradanhänger nach Hause transportieren, wie von IKEA geplant oder besser gesagt gewünscht.

Flugblatt hier weiterlesen und ausdrucken...



"NEIN zu IKEA in Altona"

Ergebnis Bürgerentscheid "PRO IKEA" vom 19.1.2010 : 77,15 % JA - Stimmen 


Veranstaltung der Stadtteilgruppe Altona-Altstadt am 16.3.2010 zum Thema: "IKEA: Der Elch kommt - was nun?"

von Werner Haertel

 

 Die erste Veranstaltung unserer Stadtteilgruppe im neu eröffneten Restaurant Sait Köz in der Großen Bergstraße war mit über 20 BesucherInnen recht gut besucht. Zunächst hielt unser Bezirksabgeordneter Michael Sauer einen kurzen Vortrag zum aktuellen Stand der Planungen zu IKEA, dann begann eine andauernd lebhafte Diskussion. Der Informationsstand zum Thema bei den Anwesenden war durchweg gut, aber doch immer noch unterschiedlich hoch; wir werden uns also weiterhin darum bemühen müssen, die Menschen im Stadtteil über alles Neue zu informieren.

Bei vielen RednerInnen wurde die Verbitterung über das fragwürdige Verfahren der Mehrheitsparteien in der Bezirksversammlung deutlich, mit dem die Evokation durch den Senat und damit die Baugenehmigung für IKEA herbei geführt wurde; hier ist zu überlegen, inwieweit DIE LINKE juristische Schritte dagegen unterstützen kann.

Auf jeden Fall fürchten die Anwesenden, dass der IKEA-Bau viel zusätzlichen Verkehr nach Altona zieht und erwarten von uns, dass wir im Zusammenspiel mit den weiter bestehenden Initiativen alles Mögliche dagegen unternehmen. Auch das übergeordnete Ziel des Kampfs für das "Recht auf Stadt" wurde in diesem Zusammenhang hervor gehoben.

Insgesamt wurden viele unterschiedliche Meinungen deutlich, von "alles schon gelaufen" bis "wir geben niemals auf"; auf jeden Fall erwarten die Menschen im Stadtteil, dass wir nicht nur im Parlament, sondern auch in der Öffentlichkeit weiter gegen IKEA kämpfen; wenn der Bau schon nicht zu verhindern ist, muss die Bauplanung den Interessen der AnwohnerInnen entsprechen!


 

Ergebnis Bürgerentscheid "PRO IKEA" vom 19.1.2010 : 77,15 % JA - Stimmen 



Bürgerbegehren IKEA: DIE LINKE ruft auf - NEIN zu IKEA in der Großen Bergstraße!

Seit Anfang Januar werden die Abstimmungsunterlagen des IKEA-Bürgerbegehrens an alle Stimmberechtigten im Bezirk Altona verschickt. Damit haben alle Altonaer Bürgerinnen und Bürger bis zum 19.1.2010 die Möglichkeit darüber abzustimmen, ob sich IKEA in der Altonaer Altstadt ansiedeln kann oder nicht. DIE LINKE ruft dazu auf, mit NEIN zu stimmen.
In der letzten Woche hat DIE LINKE die IKEA-Gegner bei einer Steckaktion unterstützt: Rund 70.000 Altonaer Haushalte hatten einen Flyer mit Argumenten gegen die IKEA Ansiedlung in ihrem Briefkasten. Falls Sie diesen Flyer nicht erhalten haben - hier downloaden

 


 Foto: Jürgen Friedrichs

Großer Andrang vor dem Parteibüro der Altonaer LINKSPARTEI: Das Material für die Steckaktion wird an die Verteilerinnen und Verteiler ausgegeben.

 

 

 Foto: Jürgen Friedrichs

Auch die Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft Dora Heyenn
und Werner Haertel vom Vorstand der Altonaer LINKEN unterstützten die Steckaktion tatkräftig.

 

Stellen Sie sich vor:

Noch Schöner Wohnen...

                                               


Stellen Sie sich vor:

Schöne Aussichten für die Bezirksversammlung Altona...

                                                                     


Stellen Sie sich vor:

Konsum ohne Grenzen - Schoppen bis der Arzt kommt...



Stellen Sie sich vor:

Das Starter-Set Schöner Wohnen - Jetzt endlich auch für den Osdorfer Born erhältlich...

   


                 

Foto: Jürgen Friederichs

Ikea - Fluch oder Segen?

IKEA - Hayır mı, ser mi?…Ve seçenekler.

Altona-Altstadt. Am Sonntag, den 10.1.2010 führte die Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE
eine deutsch- und türkischsprachige Informationsveranstaltung zum geplanten Bau des IKEA - Möbelhauses in der Großen Bergstraße durch. Rund 30 interessierte TeilnehmerInnen kamen in das Billard Café „Le Queue“, um mit den LINKEN-Bürgerschaftsabgeordneten Norbert Hackbusch und Mehmet Yildiz (siehe Foto, v. l. n. r.) dieses umstrittene Bauvorhaben zu diskutieren.

 

 

Demokratische Stadtteilentwicklung statt IKEA-Monster

Als 2003 die letzte Kaufhausfiliale in der Altonaer City geschlossen wurde, wurde auch der restliche Betonklotz entmietet, und blieb als ungenutzte Investitionsruine in Altona-Altstadt zurück.

Die ebenfalls 2003 abgehaltene Planungswerkstatt Große Bergstraße hat dafür Alternativen entwickelt. Initiiert wurde sie von der AnwohnerInneninitiative Große Bergstraße (GroBi), die 2002 ein erfolgreiches Bürgerbegehren gegen die provisorische Öffnung der Großen Bergstraße für den privaten Pkw-Verkehr organisierte. GroBi und Bezirkspolitik hatten sich darauf verständigt anstelle eines Bürgerentscheides die erste offene Planungswerkstatt in Hamburg einzurichten. Ein entsprechender Beschluss der Bezirksversammlung Altona wurde im Januar 2003 gefasst.

Die in dieser Planungswerkstatt zusammengekommenen Anwohner, Gewerbetreibende, Einzelhändler, Behördenvertreter und weiteren Akteure empfahlen der Bezirksversammlung u.a.: Statt des nicht mehr zeitgemäßen Betonklotzes müssen preisgünstige familienfreundliche Wohnungen, Gewerbe- und Verkaufsflächen entstehen; die Höhe des zukünftigen Baukörpers muss um mindestens drei Geschosse reduziert werden. Die verschattete und vom Wind geplagte Große Bergstraße sollte wieder mehr Lebensqualität bekommen, durch Begrünungen sollte ein neuer attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum entstehen. Diese Ergebnisse wurden von der Bezirksversammlung im Januar 2004 als zukünftige Planungsrichtlinie übernommen. Umgesetzt wurde dieser Teil der Empfehlungen aber nicht, auch nicht nach Einrichtung des Sanierungsgebietes Altona-Altstadt S5, die übrigens fast gleichlautende Sanierungsziele für das Frappant aktuell noch vorsieht.

Offensichtlich geht der Bezirk davon aus, dass der Eigentümer Hypo Real Estate ein Interesse daran hätte, diese Immobilie zu entwickeln, was aber nicht der Fall war. Wie wir alle wissen, hat die HRE mit ihrem Immobilien-Poker so viel Geld verzockt, dass die Bundesregierung sich entschied, mit einer Milliardenspritze dieses Unternehmen vor dem Zusammenbruch zu bewahren.

Anstatt nun die demokratisch entwickelten Planungsentscheidungen weiter zu verfolgen, deren Umsetzung mit Hilfe der mittlerweile bereitgestellten 30 Millionen EURO Sanierungsgelder möglich wäre, haben unbekannte Kräfte den Konzern IKEA eingeladen, an dieser Stelle ein Kaufhaus zu errichten. Das Hamburger Abendblatt schrieb, IKEA wolle ein kleines ganz neu konzipiertes Innenstadtkaufhaus bauen und der Bezirksamtsleiter sei völlig begeistert. Diese Manipulation hat zum Ziel in der Öffentlichkeit den Eindruck zu erwecken, es gibt außer dem vom Himmel gefallenen Retter IKEA keine Alternative für die Entwicklung der Großen Bergstraße und für Altona-Altstadt. Schließlich geht´s hier nicht um reiche anspruchsvolle Leute. Altona-Altstadt ist einer der ärmsten Hamburger Stadtteile. Auf die Idee, den Ikea-Klotz in die Hafencity zu stellen ist logischerweise auch keiner bei den Verantwortlichen gekommen.

Mittlerweile ist bekannt, dass IKEA statt des jetzigen gestaffelten Betonkörpers, mit 49.900 m² Nutzfläche (BGF) der etwa 6.700 m² überbaut, den üblichen blau-gelben Klotz plant, der 8.800 m² überbaut mit 79.700 m² Brutto-Grundfläche. Ikea will also 60% mehr Nutzfläche produzieren und mit den 4 Parkebenen oberhalb der Verkaufsflächen einen zwischen 32 und 38 Meter hohen Blechglasbetonklotz erreichen. Das IKEA-übliche Autoverkehrsaufkommen - d.h. nicht nur PKWs, sondern auch nächtlicher LKW-Lieferverkehr - würde Altonaer Poststraße, Lawaetzweg und weitere Verkehrswege in ganz Altona enorm belasten, und zwar deutlich mehr als dies früher durch Karstadt und andere Einzelhandelsflächen in der Großen Bergstraße der Fall war. Sicher werden die Gewerbe- und Wohnungsmieten in der Umgebung noch weiter ansteigen und die erhoffte Teilhabe am "großen Gewinn" bei den umliegenden kleinen Restaurants und Betrieben ausbleiben.

Alle über die Jahre demokratisch entwickelten Gedanken zur sozial-ökologischen Stadtteilentwicklung der Großen Bergstraße und von Altona-Altstadt würden damit handstreichartig auf den Müll der Geschichte gekippt.

Gegen diese Missachtung demokratischer Stadtteilentwicklung wenden wir uns. Wir setzen uns dafür ein, dass Altona-Altstadt entsprechend der von den BewohnerInnen getragenen Planungen weiter entwickelt wird und rufen alle AltonaerInnen auf, die Initiative gegen den IKEA-Klotz zu unterstützen, damit nicht die Profitinteressen eines Konzerns unsere Lebens-und Arbeitsräume vernichten.



August 2009 - IKEA Flugblatt - Bezirksverband Altona

IKEA: entdecke die Möglichkeiten - und prüfe sie kritisch!

Die Hoffnungen und Befürchtungen verdichten sich: IKEA kommt! Im Sommer 2012 will der schwedische Möbelkonzern sein neues Einrichtungshaus in Altonas Großer Bergstraße eröffnen, dort wo heute das seit Jahren leer stehende "Frappant"-Gebäude vor sich hin gammelt.

Und da haben wir schon die ersten Möglichkeiten, die IKEA mit sich bringt: Die gute: das graue Betongebirge aus den siebziger Jahren verschwindet, die schlechten:

  • Ein blau-gelber, 35 Meter hoher Klotz mit 50.000 m² Brutto-Geschossfläche entsteht auf einer
  • Fläche von ca. 10.000 m² und wird 10.000 Kunden am Tag anziehen, am Wochenende bis zu 20.000.
  • Die Gestaltungsmöglichkeiten von Senat und Bezirk werden den Profitinteressen des IKEA-Konzerns geopfert.
  • Die Mieten für Einzelhandel und Anwohner werden steigen.

Ob der Neubau eine Bereicherung oder Verschandelung des Stadtbilds ist, wird jeder für sich selbst entscheiden müssen; Tatsache ist: er wird nicht klein! (siehe oben links)

weiterlesen und Flugi downloaden



 Das Leben ist kein Möbelhaus! weiterführende Links:

Bericht Spiegel Online vom 18.1.2010   "IKEA vermöbelt Altona" lesen


Ausführlicher Bericht über die Veranstaltung der Linksfraktion Altona am 1.12.2009 im Kollegiensaal "IKEA - Fluch oder Segen" hier weiter


Linksfraktion Altona


Schalthoff "Nachgefragt" Interview mit Norbert Hackbusch (Die Linke.Bürgerschaftsfraktion) zur Ansiedlung von IKEA in Altona Start-hier klicken

Schalthoff live "IKEA -Fluch oder Segen?" -Sendung vom 12.1.2010


Homepage der Initiative "Kein IKEA in Altona"


www.frappant.org


Videos auf youTube zum Thema: "Kein IKEA in Altona