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Welche Überraschung! Über Monate wurde für eine olympische Bewerbung Hamburgs getrommelt. Alle Hamburger Printmedien, große, international agierende Unternehmen aus Wirtschaft und Industrie, die Handelskammer, Sportverbände, der HSV und viele sogenannte Prominente ließen keine Gelegenheit aus, auf die wahlberechtigten Menschen in der Stadt einzuwirken und Olympia nach Hamburg zu holen. Die „Bild“ brachte eine Olympia-Sonderausgabe in einer Auflage von 950.000 Gratiszeitungen heraus. Auch alle anderen Blätter ließen sich nicht lumpen. Olympia war ihr Dauerwerbethema. Sie wollten unter allen Umständen das Referendum pro Olympische Spiele in Hamburg herbeischreiben. Es wurde viel, sehr viel Geld dafür aufgewandt. Doch mit der gesunden Skepsis und der politischen Weitsicht vieler Hamburger BürgerInnen hatten sie nicht gerechnet. Die Olympia-Betreiber haben eine derbe Niederlage erfahren. Und das ist gut so! MEHR

Hamburg sagt Nein zur Olympia-Bewerbung

Trotz einer monatelanger Pro-Olympia-Kampagne die vom Senat, Bürgermeister Scholz und prominenten Befürwortern aus Sport und Wirtschaft unterstützt wurde, liessen sich die Hamburgerinnen und Hamburger nicht täuschen. Das politische Betrugsmanöver ist gescheitert. Für Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz ist das Ergebnis zweifellos eine herbe Enttäuschung. Der Erste Bürgermeister der zweitgrößten Stadt Deutschlands hatte sich sehr persönlich engagiert und immer wieder die Bedeutung eines derartigen Sportereignisses für die Entwicklung der Stadt betont. Die Entwicklung einer Zukunftsperspektive für die Stadt und die Metropolregion ist die große... MEHR

Für ein soziales Hamburg: NOLYMPIA!

Olympia in Hamburg? Das klingt erst mal toll. Sport, Party, Glamour, internationale Gäste… wer könnte etwas dagegen haben? Wir! Denn mit Olympia ist es wie mit billigem Fast-Food. Es sieht auf den ersten Blick lecker aus und riecht auch erst einmal gut. Doch wenn man sich informiert, wie es hergestellt wurde und wie ungesund es ist, dann vergeht einem der Appetit. Gerade weil uns der Sport am Herzen liegt, sind wir gegen Olympia. MEHR LESEN

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Beschluss Parteitag: "Für ein soziales und weltoffenes Hamburg – entschieden gegen ein Olympia des Profits!"
Beschluss
: "des Landesvorstands"
Flyer: "Entschieden für den Sport in Hamburg"
Wahlprogramm: "Sport für alle - Für die Förderung einer sozialen Bewegungskultur statt Olympiawahn"

Einstimmig gegen Olympische Spiele in Hamburg

Auf seinem Parteitag im Bürgerhaus Wilhelmsburg hat sich der Landesverband DIE LINKE am Samstag einstimmig (mit 98 Stimmen und sechs Enthaltungen) gegen Olympische Sommerspiele in Hamburg 2024 oder 2028 ausgesprochen. Die Partei will demnach gemeinsam mit anderen Gruppen und Bündnissen für ein Nein beim Referendum am 29. November werben. Bereits für den 4. Juli sind hamburgweit Infostände geplant, zahlreiche weitere Veranstaltungen sollen folgen. "Olympia hat enorme Risiken und Nebenwirkungen für die Menschen in unserer Stadt", sagte in seiner Rede Landessprecher Rainer Benecke. "Die Spiele und die dafür nötigen Milliardenausgaben werden die soziale Spaltung massiv verschärfen. Hamburg hat wahrlich dringendere Aufgaben als das IOC-Spektakel!"

"Die Armut hat in Hamburg einen neuen Höchststand erreicht", erinnerte Landessprecherin Sabine Wils. "16,9 Prozent der Bevölkerung, darunter viele Kinder, sind von Armut bedroht."

Manfred Brandt, Landesvorsitzender von Mehr Demokratie e. V., sprach als Gastredner und kritisierte erneut die von der Mehrheit der Bürgerschaft durchgesetzte Verfassungsänderung zur Einführung so genannter Hamburg-Referenden. Weitere Gastbeiträge hielten Klaus Wicher, Landesvorsitzender des SoVD und Sabine Lafrentz, Betriebsrätin im städtischen Kitabetrieb "Elbkinder".

Olympiakosten: Senat weicht aus und redet die Lage schön

Die geplanten olympischen Anlagen auf dem Kleinen Grasbrook – © “FHH/gmp/Gärtner“

Erfolglos hat der Senat im Sportausschuss am späten Freitagabend erneut versucht, die Risiken für Hamburg durch Olympia und die Kritik des Rechnungshofs daran kleinzureden. So bezeichnete er die im Gastgeberstadtvertrag äußerst ungleich verteilten und vom Rechnungshof kritisierten Haftungsrisiken als „nicht unüblich“ – was der Vertreter des Rechnungshofs auf Nachfrage nicht beurteilen wollte. Allerdings erklärte dieser auf Anfrage der stadtentwicklungspolitischen Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Heike Sudmann, dass bei der Prüfung des vorliegenden Entwurfs des Gastgeberstadtvertrags für Olympia 2024 mit älteren Verträgen keine wesentlichen Abweichungen gefunden werden konnten. „Der Rechnungshof hat nochmal eindeutig bestätigt, dass der Vertrag, den Hamburg unterschreiben müsste, genauso ein Knebelvertrag ist wie die bisherigen Verträge“, sieht sich Sudmann bestätigt. „Wenn die Stadt diesen Vertrag unterschreibt, trägt sie allein die finanziellen Milliardenrisiken. Die von den Olympia-Befürwortern ständig ins Feld geführten IOC-Reformen und die angeblich reformierten Verträge sind nichts als heiße Luft.“

Staatsrat Krupp behauptete in der Sitzung zudem, dass Änderungen am Vertrag nach der Unterzeichnung nur im Einvernehmen zwischen IOC, Organisationskomitee und der Stadt Hamburg möglich seien. „Auf meine Nachfrage, ob er die entsprechenden Passagen aus den Vertragswerken zu Protokoll geben könne und ob er hier im Ausschuss eindeutig sagen könne, dass das IOC keine einseitigen Vertragsveränderungen vornehmen könne, schwieg er“, so Sudmann. „Der Senat führt Hamburg sehenden Auges in ein Milliardenrisiko, und auf Kritik fällt ihm nur eins ein: ausweichen, beschwichtigen, schönreden.“

Für ein soziales Hamburg: NOLYMPIA!

Olympia in Hamburg? Das klingt erst mal toll. Sport, Party, Glamour, internationale Gäste… wer könnte etwas dagegen haben? Wir! Denn mit Olympia ist es wie mit billigem Fast-Food. Es sieht auf den ersten Blick lecker aus und riecht auch erst einmal gut. Doch wenn man sich informiert, wie es hergestellt wurde und wie ungesund es ist, dann vergeht einem der Appetit. Gerade weil uns der Sport am Herzen liegt, sind wir gegen Olympia. MEHR

Nach DOSB-Entscheidung für Hamburg: LINKE kündigt Anti-Olympia-Kampagne an

Zur Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), sich mit Hamburg für die Austragung Olympischer Spiele 2024 zu bewerben, erklärt Mehmet Yildiz, sportpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Wir werden weiter daran arbeiten, dass dieses irrwitzige Großprojekt nicht zustande kommt. Der Senat hat bisher mit allen Tricks versucht, Tatsachen über die Folgen einer Bewerbung zu verschleiern. Die einseitigen Jubelorgien des Senates und die Entscheidung, eine Bewerbung über das Knie zu brechen, werden weitreichende Konsequenzen für die Finanzen und den sozialen Frieden in der Stadt haben.“

Yildiz kündigt an, die Initiative NOlympia verstärkt zu unterstützen: „Wir werden dabei helfen, die Bürgerinnen und Bürger der Stadt aufzuklären, was der Spaß kostet, wer die Zeche zu zahlen hat und welche Auswirkungen Olympia für die Stadtentwicklung haben wird. Außerdem werden wir den Senat in Sachen Transparenz und Bürgerentscheid beim Wort nehmen: Ohne die Entscheidung der Hamburgerinnen und Hamburger ist kein Olympia zu machen.“

Olympia: Vertagte Entscheidung ist erster Sieg der Gegner/innen

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat die Entscheidung über eine deutsche Bewerbung zu den Olympischen Sommerspielen offenbar auf das Frühjahr 2015 verschoben. Dazu erklärt Mehmet Yildiz, Fachsprecher für Sport der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Die Entscheidung des DOSB ist ein erster Sieg für die Gegner/innen der Olympischen Spiele. Die Funktionäre ahnen offenbar, dass es keine Mehrheit für das Kommerzspektakel geben wird.“


Nun müsse auch die Olympia-Volksabstimmung verschoben werden. Yildiz: „Bevor die Bevölkerung zur Abstimmung aufgerufen wird, müssen alle Details auf den Tisch. Solange noch nicht mal klar ist, welche Stadt ins Rennen geschickt werden soll, macht auch eine Volksabstimmung keinen Sinn. Und eine Abstimmung, die einen Blankoscheck ausstellt, darf es auf keinen Fall geben.“

Die Auseinandersetzung sei trotz der guten Nachricht noch lange nicht gewonnen. „Wir werden weiterhin unsere Argumente ins Feld führen und viel Aufklärungsarbeit leisten müssen.“