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Verkehrspolitik rund um die Max-Brauer-Allee

Mit Heike Sudmann (Mitglied der Bürgerschaft) und Karsten Strasser (Mitglied der Bezirksversammlung)

Mittwoch, den 22. März 2017, 19:30 Uhr in der Louise-Schröder-Schule, Thedestraße 100

 

Im vergangenen Jahr hat der für Straßenbau zuständige Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer zwei Veranstaltungen zur Neugestaltung der Max-Brauer-Allee durchgeführt, bei denen viele AnwohnerInnen Vorschläge dazu gemacht haben.

Die vorliegende Planung sieht einerseits erfreuliche Verbesserungen zur momentanen Verkehrsitiation in der Max-Brauer-Allee vor - eine durchgehende Fahrradspur zwischen Holstenstraße und Altonaer Rathaus, bessere Fußwege, übersichtlichere Abbiegespuren -, andererseits bleiben wichtige Forderungen unberücksichtigt, v.a. die nach Tempo 30 für die ganze Max-Brauer-Allee.

Außerdem fehlt in der Behördenplanung die bei einer der Veranstaltungen vorgestellte Idee, eine große Tiefgarage im Viertel zu bauen, damit weniger Autos am Straßenrand parken.

DIE LINKE stellt auf unserer Veranstaltung am 2. März die wichtigsten geplanten Umbaumaßnahmen zur Diskussion, auch mögliche Auswirkungen in den benachbarten Viertel sollen zur Sprache kommen. Ein weiteres Thema: Wie wird sich die jetzt im Bau befindliche Neue Mitte Altona an der Harkortstraße auf den Verkehr in Altona auswirken?

Wir haben zwei unserer Fachleute für Verkehr eingeladen, die Stellung nehmen werden zu den Behördenplänen und die auch versuchen werden, Fragen und Anregungen aus dem Publikum zu beantworten bzw. aufzunehmen und weiter zu leiten.

Kommen Sie, stellen Sie Fragen, und reden Sie mit - DIE LINKE Altona freut sich auf Ihren Besuch!

Preiserhöhung zum 1.1.2015: Gute Gründe, warum der HVV nicht schon wieder teurer werden darf

Zum neuen Jahr werden die HVV-Fahrpreise erneut steigen: Zwischen 1,20 und 5,20 Euro mehr müssen Fahrgäste dann für eine normale Monatskarte bezahlen. Der HVV begründet die ständigen Erhöhungen seit Jahren mit steigenden Kosten und geringeren Mehreinnahmen. Mehrere Anfragen der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft zeigten jedoch, dass die Prognosen stets weit unter den...MEHR

von l. n. r.: Jan van Aken, Karsten Strasser, Heike Sudmann

 

Nahverkehrsangebot für Lurup und den Osdorfer Born muss dringend besser werden!

  „Lurup braucht dringend wieder eine direkte Busverbindung in die Innenstadt, und wir brauchen sie im 10-Minuten-Takt!“, fordert Karsten Strasser, Bezirksabgeordneter der LINKEN in Altona. Heute informieren Strasser, van Aken und Sudmann   mit einer Bustour über die Forderungen der LINKEN für ein besseres Nahverkehrsangebot in Lurup und Osdorf.
Das Busbeschleunigungsprogramm des SPD-Senats ist unzureichend, da es keinen Ausbau des Leistungsangebots beinhaltet. Bis 2008 hatte Lurup mit der Metrobuslinie  3 noch eine direkte Anbindung an die Innenstadt. Im Februar 2008 entschied der damalige CDU-Senat, Lurup die Metrobuslinie  3 wegzunehmen. Seitdem bedient die Linie  3 den Osdorfer Born.
"Auch der Osdorfer Born hat bis heute nur eine grottenschlechte Busverbindung.“, kritisiert die Bürgerschaftsabgeordnete Heike Sudmann (DIE LINKE). „Dabei hatte die Bürgerschaft einstimmig beschlossen, eine Express-Buslinie vom Osdorfer Born in die Innenstadt einzurichten. Das hat der Senat immer noch nicht umgesetzt.“, so die Verkehrsexpertin Sudmann weiter. Mit einem Express-Bus, der nur die zentralen Haltestellen bedient, könne kurzfristig eine schnelle Verbindung vom Osdorfer Born in die Innenstadt hergestellt werden.
Eine wirklich attraktive Verbindung von Lurup und dem Osdorfer Born in die City kann nur mit einer Stadtbahnstrecke geschaffen werden. Hamburg muss daher das Projekt „Stadtbahn“ wiederaufgreifen. „Der Bund muss seine Fördermittel für den Stadtbahnbau deutlich erhöhen.“, fordert daher der Bundestagsabgeordnete Jan van Aken (DIE LINKE). Van Aken, Direktkandidat für Altona, weiter: „Die für 2020 geplante Abschaffung der Bundesförderung von Stadtbahnprojekten ist politisch fatal. Für die Verkehrswende in den Großstädten sind weitere Stadtbahnnetze unentbehrlich. Der Bund muss hier deutlich mehr Fördergelder bereitstellen.“

 


 




Verkehrspolitik


Zum Verkehrsausschuss


      

4.2.09 - Metrobuslinie 3

Leistungsfähige und bezahlbare ÖPNV-Anbindung für Lurup und Osdorfer Born!

von Karsten Strasser

Lurup/Osdorfer Born. Mit dem Winterfahrplan, der seit dem 14.12.2008 gilt, hat sich die Busanbindung für Lurup verschlechtert: Die Metrobuslinie 3 bedient jetzt nicht mehr Lurup, sondern die Großsiedlung Osdorfer Born. Ihr neuer Linienweg führt jetzt ab der Haltestelle „Bahrenfeld Trabrennbahn“ über die Haltepunkte „Kressenweg – Immenbusch – Achtern Born – Böttcherkamp“ zur Endhaltestelle „Schenefelder Platz“. Seitdem wird Lurup auf dem Linienabschnitt zwischen den Haltepunkten „Luruper Chaussee/DESY“ und „Engelbrechtweg“ nur noch durch die Metrobuslinie 2 erschlossen. Vor allem in den Hauptverkehrszeiten sind die Busse der Linie 2 jetzt überfüllt – seit die Linie 3 für Lurup weggefallen ist.

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8.1.2009 -Bahrenfelder Chaussee - Stresemannstraße:

Radwegerneuerung ohne Verkehrssicherheitsaudit

von Karsten Strasser

Bahrenfeld/Altona-Nord. Voraussichtlich noch in diesem Frühjahr sollen die Radwege im Straßenzug „Bahrenfelder Chaussee – Stresemannstraße“ zwischen dem Abzweig „Von ‑ Sauer ‑ Straße“ und der Kreuzung „Alsenstraße“ für rund 1,2 Mio. Euro erneuert werden. Zu dieser Planung hatten alle Fraktionen gemeinsam in der Sitzung des Verkehrsausschusses am 7.7.2008 die zuständige Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) aufgefordert, einen sog. Verkehrssicherheitsauditor als unabhängigen Gutachter in den Planungsprozess einzubeziehen. Hintergrund dieser fraktionsübergreifenden Forderung war, dass der Verkehrsausschuss bei Neugestaltung der „Großen Elbstraße“ mit einem unabhängigen Gutachter bereits gute Erfahrungen gemacht hatte: Zahlreiche Schwachpunkte der ursprünglichen Planung konnten so aufgedeckt und behoben werden. An diesem Beispiel zeigte sich, dass es sehr sinnvoll ist, behördliche Planungen von einem externen Gutachter überprüfen zu lassen, der nicht in Loyalitäten und Strukturen der planerstellenden Behörde eingebunden ist.

„Das Planungskonzept in Hamburg ist derart aufgestellt, dass das Sicherheitsaudit ein integraler Bestandteil ist.“, entgegnete die BSU selbstgerecht in ihrer Antwort vom 20.11.2008 an den Verkehrsausschuss. Offenbar hält es die BSU für ausreichend, sich selbst zu kontrollieren. „Es sollen Sicherheitsaudits bei Neu-, Um- und Ausbau von Straßen durchgeführt werden.“, heißt es dagegen in der Koalitionsvereinbarung (vgl. dort S. 36), die CDU und GAL im April 2008 abgeschlossen haben. Die GAL kann anscheinend nicht einmal mehr in der von ihr geführten BSU dafür sorgen, dass ein sinnvolles Ziel der schwarz ‑ grünen Koalitionsvereinbarung tatsächlich durchgesetzt wird.

Dabei hätte die von der BSU zur Verkehrsausschuss-Sitzung am 15.12.2008 vorgelegte Planung für die Radwegerneuerung „Bahrenfelder Chaussee – Stresemannstraße“ eine behördenunabhängige Begutachtung bitter nötig gehabt. So wären einige nicht zielführende bauliche Maßnahmen unterblieben, die jetzt für viel Geld umgesetzt werden und eine wirklich sinnvolle Förderung des Radverkehrs dort für viele Jahre unmöglich machen.

Jetzt wird es wohl bei der bisherigen Planung bleiben: Die Gehwegradwege in Stresemannstraße und Bahrenfelder Chaussee werden für viel Geld „optimiert“. Das bedeutet die Radwege werden oft zu Lasten des Gehwegs verbreitert und komplett neu gepflastert. Schon bald wird das neue Pflaster durch die Wurzeln der Straßenbäume wieder die alten Unebenheiten aufweisen. Zwar beseitigt die Planung viele kleinere Probleme: Z.B. werden bislang störende Maste der öffentlichen Beleuchtung versetzt und Konfliktzonen zwischen Radfahrern und Fußgängern im Bereich von Fahrgastunterständen der Buslinien entschärft. Aber das verfehlte Konzept der Gehwegradwege wird nicht aufgegeben, sondern weiter praktiziert. Viel sinnvoller wäre es dagegen, den Kantstein der Gehwege zu versetzen und den Radverkehr niveaugleich auf der Fahrbahn zu führen. Dazu müssen separate Radfahrstreifen auf der Fahrbahn markiert werden. Dies wäre eine wirkliche Förderung des Radverkehrs, die es rechtfertigt öffentliche Gelder dafür auszugeben. Das jetzige Planungsergebnis steht jedenfalls im krassen Gegensatz zur Selbstwahrnehmung der verantwortlichen Planer in der BSU, eine externe Begutachtung nicht nötig zu haben. Wäre dies tatsächlich so, hätte ihr Planungsergebnis anders aussehen müssen.

Karsten Strasser ist verkehrspolitischer Sprecher der Altonaer Linksfraktion.