Mehr Daten für eine bessere Politik: LINKE fordert kleinräumige Gesundheitsberichterstattung

In der heutigen Bürgerschaft forderte die Linksfraktion mit einem Antrag eine kleinräumige Gesundheitsberichterstattung für Hamburg. Neben Daten zu Gesundheit, Krankheit und sozialen Daten sollen zukünftig auch Indikatoren zu Mobilität, Infrastruktur, Wohnqualität und Umweltbelastungen erfasst werden. Die Daten sollen auf Stadtteilebene erhoben und interaktiv aufbereitet werden. Unser Antrag wurde ohne Debatte in den Ausschuss überwiesen.

Dazu Deniz Celik, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Gesundheit ist eng mit der sozialen Frage verbunden. Denn wie wir wohnen, leben und arbeiten, beeinflusst nachhaltig wie gesund wir sind und wie alt wir werden. Um auf zukünftige Krisen, aber auch auf die Auswirkungen des Klimawandels besser vorbereitet zu sein, brauchen wir kleinräumige Daten, die die komplexe Wechselwirkung von Sozialraum und Gesundheit abbilden. Hamburg hat diesbezüglich massive Daten-Lücken. Zwar gibt es Daten aus den Schuleingangsuntersuchungen oder zu Todesursachen - dennoch fehlt es an Daten, die auf Stadtteilebene erhoben werden und beispielsweise auch Indikatoren zu Lärm- oder Hitzebelastung abbilden. Doch ohne diese Daten können wir keine Zusammenhänge erkennen und eben auch nicht die Gesundheitspolitik entsprechend weiterentwickeln.“ 

Den Antrag (Drs. 22/12019) finden Sie im Anhang an diese Mitteilung.

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