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Ankündigung eines Vortrages der Roten Hilfe Deutschlands über den "Altonaer Blutsonntag", 1932

Gedenken an Altonaer Blutsonntag

Am 17. Juli 1932 kam es im preußischen Altona bei Hamburg zu einer Schießerei zwischen Kommunisten, Nationalsozialisten und der Polizei, an deren Ende 18 Tote zu beklagen waren. Der Schusswechsel war der blutige Höhepunkt der Gewaltwelle, die den Reichstagswahlkampf 1932 zu den brutalsten in der Geschichte der Weimarer Republik werden ließ.

Wir möchten auf verschiedene Gedenkmöglichkeiten in diesem Zusammenhang aufmerksam machen (sh. Ende des Artikels).

Nach der Aufhebung des Verbots der nationalsozialistischen Sturmabteilung (SA) und der Schutzstaffel (SS) am 28. Juni 1932 durch Reichskanzler Franz von Papen nahm die Zahl wechselseitiger Überfälle von Nationalsozialisten und Kommunisten erheblich zu. Beinahe 100 Menschen starben im Juli 1932 bei politischen Auseinandersetzungen.
Besonders brutal verliefen die arbeitsfreien Sonntage, an denen sich Mitglieder des Roten Frontkämpferbunds (RFB) und der SA in ihren jeweiligen Stammlokalen trafen. Für den 17. Juli 1932 waren deshalb vom preußischen Regierungspräsidenten in Holstein, Waldemar Abegg, fast alle politischen Aufmärsche verboten worden. Einzig ein Werbemarsch der NSDAP durch die "rote Hochburg" Altona war erlaubt.
Kommunisten versuchten die von ihnen als Provokation empfundene Demonstration durch Altona zu verhindern. Nachdem Schüsse gefallen waren, eröffnete die Polizei das Feuer. Von den 18 Toten waren die meisten unbeteiligte Zivilisten, die durch Polizeikugeln getötet wurden. Der sogenannte Altonaer Blutsonntag bot Reichskanzler von Papen den willkommenen Anlass zum "Preußenschlag". Am 20. Juli 1932 setzte er per Notverordnung die seit dem 24. April 1932 ohne parlamentarische Mehrheit geschäftsführende preußische Regierung unter dem Sozialdemokraten Otto Braun ab und ließ sich zum Reichskommissar in Preußen ernennen.

 

Gedenken an den Altonaer Blutsonntag 

Gedenken um 17:00 Uhr – am Mittwoch, den 17.Juli 2024 
Die Hamburger Geschichts- und Kulturwerkstatt lädt für den 17. Juli 2024, um 17 Uhr zum Gedenken an die Ereignisse des Al­tonaer Blutsonntags am 17. Juli 1932 ein. Die Gedenkfeier findet am Gedenkstein im Hof des Altonaer Gerichtsgebäu­des statt; Zugang über den Hinterhof: Max-Brauer-Allee/Gerichtsstraße.


 

gemeinsam_solidarisch_hamburg
Moin liebe Nachbarschaft 👋

🌺am Montag sind wir mit unserer Protestküche auf der Straße um an den 92. Jahrestag vom Altonaer Blutsonntag zu Gedenken! 🌺 

⏰ Montag, 15.07.24 | 17:30 Uhr | Bruno-Tesch-Platz
💨 Bei schlechtem Wetter findet ihr uns im Tesch in der Max-Brauer-Allee 114.

🗞️✊ Wir werden uns die antifaschistische Vergangenheit unseres Stadtteils angucken und hören, was vor 92 Jahren in Altona geschehen ist und warum wir uns gegen den aktuellen Rechtsruck organisieren müssen. ✊🗞️

🎈Außerdem gibt es am Mittwoch 18 Uhr eine Veranstaltungen im Stadtteil- und Jugendhaus Tesch zum 92. Jahrestag den Altonaer Blutsonntag, um an diese frühen Opfer des Faschismus zu erinnern🎈

🍝 Wie immer gibt es warmes Essen und Getränke, ein trockenes Plätzchen und nette Menschen zum Austauschen 🍝 

Wir freuen uns auf dich! Bis Montag!

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