Für eine klimagerechte Sozialpolitik

Kolja Rosemann
BezirksvorstandKommentarKlima- und EnergieUmwelt / ÖkologieVerkehr und MobilitätMedientipp

Die Ressourcen sind verbraucht - unsere Ideen für eine klima- und sozialgerechte Politik aber nicht. Am heutigen Tage gilt erst recht: unsere Gesellschaft und unser Klima müssen gleichzeitig gerettet werden.

Am heutigen Tag wurden die Ressourcen verbraucht, die unser Planet jährlich zur Verfügung hat. Alle Ressourcen, die von heute an verbraucht werden, rauben wir unserer Zukunft. Ursache und Lösung hängen unmittelbar zusammen: eine kapitalistische Produktionsweise, in der nur eine kleine Gruppe von Menschen die Reichtümer genießen kann und dabei ohne Rücksicht auf die Umwelt die Ressourcen auf der ganzen Welt ausbeutet. Die Umweltzerstörung gehen zu Lasten von uns allen, während die Gewinne von einigen wenigen genommen werden. Die reichsten 10 Prozent der Bevölkerung sind für die Hälfte der CO2-Emissionen seit 1950 verantwortlich. Eine Klimawende kann nur noch erreicht werden, wenn wir die Armut auf der Welt bekämpfen und den Reichtum unserer Natur gerecht aufteilen.

Unsere Lösungsansätze müssen deshalb umfassend sein. Wir retten das Klima nur dann, wenn wir auch die Probleme unserer Gesellschaft lösen.

- Gerechte Löhne. Der Niedriglohnsektor in Deutschland muss mit einem höheren Mindestlohn bekämpft werden und auch die Löhne von Facharbeitern müssen über den Inflationsausgleich hinaus steigern.

- Investitionen in eine umfassende Energiewende. Der Ausbau der erneuerbaren Energien muss stärker voranschreiten. Gerade angesichts der Abhängigkeit von Ressourcen aus Diktaturen und autoritären Regimen müssen wir mehr Geld in den Ausbau der erneuerbaren Energien stecken.

- Eine demokratische Wirtschaft, bei welchen diejenigen entscheiden, die die Arbeitsleistung erbringen. Bei denen diejenigen die Gewinne eines Unternehmens erhalten, die sie auch erwirtschaftet haben.

- Eine Verkehrswende für alle. Mobilität darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Wir wollen keinen Tankrabatt sondern eine umfassende Lösung, für Arbeiter:innen die auf ihr Auto angewiesen und für diejenigen, die darauf verzichten müssen.

 

Der heutige Tag ist auch ein deutliches Zeichen der Spaltung auf der gesamten Welt: das Ressourcen-Budget der reichen Industrienationen wurde schon vor Monaten verbraucht und macht wieder einmal mehr deutlich, dass die großen Firmen auf der Welt ihrer sozialen Verantwortung nicht gerecht werden. Diese Spaltung geht durch den geografischen Norden und Süden ebenso wie durch die Gesellschaften und unterteilt diese in Arm und Reich. Die Reichen produzieren die Umweltschäden und die Armen müssen darunter leiden. Dieser Effekt wird auch in Deutschland immer stärker sichtbar und muss bekämpft werden.